Vom Wort zur Tat – Die verkappte Nazi-Sprache der AfD

In den sozialen Netzen wird das historisch belastete NS-Vokabular der AfD hoffähig gemacht. Da sie unter der Beobachtung des Verfassungsschutzes steht und das Eis für den Gebrauch von Nazi-Vokabular dünn ist, umschifft man „sprachliche Nazi-Klassiker“ mehr oder weniger geschickt. So wie moderne Rechtsextreme auch nicht mehr in Kampfstiefeln und glatzköpfig daherkommen, sondern in Sneaker und modernem Haarlook.

Es sind zuerst die Worte, die eine Gesellschaft gefährlich verändern. Beispiele:

🔥 Alles für Deutschland (Höcke 12.12.2023) ist die Losung von Hitlers berüchtigter paramilitärischer Organisation, der „Sturmabteilung“ oder kurz SA.

🔥Umvolkung / Bevölkerungstausch: Nationalsozialisten planten die sogenannte Umvolkung des Lebensraums in den von ihnen eroberten Ostgebieten. „Re-Germanisierung“ und „Eindeutschung“ waren die Folgewörter. Die AfD verwendet die  Begriffe „Überfremdung“ und „Remigration“. Das letztere steht  für die Forderung nach Zwangsausweisung oder Deportation von Menschen mit Migrationshintergrund.

🔥Lügenpresse: diente den Nationalsozialisten zur pauschalen Abqualifizierung unabhängiger Presseorgane.

🔥Völkisch: wurde  von den Nationalsozialisten (im Sinne von: „zum Volk als Rasse gehörend‘“) verwendet. Das nationalsozialistische Kampfblatt hieß „Völkischer Beobachter“

In der Umsetzung hört sich das so an:

🔥Die politische Korrektheit gehört auf den Müllhaufen der Geschichte“ – Alice Weidel, AfD

🔥„Wer Homosexualität auslebt, dem droht dafür eine Gefängnisstrafe … Das sollten wir in Deutschland auch machen!“ – Andreas Gehlmann, AfD

🔥„Wir sollten eine SA gründen und aufräumen!“ – Andreas Geithe, AfD

🔥„Das große Problem ist, dass man Hitler als das absolut Böse darstellt.“ – Björn Höcke, AfD

🔥„Das Pack erschießen oder zurück nach Afrika prügeln.“ – Dieter Görnert, AfD

🔥„Immerhin haben wir jetzt so viele Ausländer im Land, dass sich ein Holocaust mal wieder lohnen würde.“ – Chatprotokoll Marcel Grauf

🔥„Abschiebung der Antifa nach Buchenwald“ – Mirko Welsch, AfD

Die Medienstrategie der AfD zielt darauf ab, die Grenzen des Sagbaren auszuweiten“ (Gauland).

Wenn wir nicht achtsam sind / wählen,

wird das Nazi-Vokabular mit seiner Giftwirkung in unseren Schulbüchern landen. 

WEHRET DEN ANFÄNGEN! ES IST FÜNF VOR ZWÖLF!

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