Analysen - Jörg H. Trauboth
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Analysen 2022

Den Krieg in der Ukraine vom Ende her denken

Bildquelle: YouTube – Welt-Nachrichtensender 14.06.2022

Vorgestern wurde Kiew wieder einmal kalt gebombt und seit heute ist es zu 3/4 wieder warm. Charkow befreit und doch wieder unter Beschuss. Den Russen gehen die Soldaten aus – oder etwa doch nicht? Belarus wird nicht mit Putin in den Krieg ziehen – oder vielleicht doch? Es gibt keinen Brutus in Putins engem Zirkel – oder doch? Der Winter ist für die Ukrainer besser als für die Russen – oder doch nicht?

Weil die Lust der Medien auf uns militärische und sonstige Experten plötzlich  so groß ist, analysieren und sezieren wir den Krieg auf der Grundlage der gemeldeten Abschüsse von Drohnen bis hin zu fehlenden Socken. Mangels seriöser Informationen neigen Experten gern dazu, den Krieg aus dem täglichen Geschehen zu beurteilen und stellen daraus Prognosen an.  Doch die sind nichts anderes als nutzlose Spekulationen. Ich habe das persönlich für mein Medienverhalten umgesetzt. Niemand weiß, wie dieser furchtbare  Krieg ausgehen wird, für die Ukraine, für Russland, für die Welt. Wir hoffen viel und wissen NICHTS. Auch nicht der sehr überschaubare kleine Kreis von Experten, die auch ich gerne höre und sehe.

Gewiss ist nur diese Zeitenwende, auf die wir uns gerade intensiv vorbereiten. Es kommen härtere Jahre, schrieb Ingeborg Bachmann (1953). Die auf Widerruf gestundene Zeit wird sichtbar am Horizont.

Die letzten sieben Jahrzehnte waren eine auf Widerruf gestandenen Zeit. Auch Dank des nuklearen Gleichgewichtes. Doch werden nun tatsächlich härtere oder nur andere Jahre  kommen?  Nicht einmal das wissen wir. Deswegen ist es so wichtig, dass wir den Krieg nicht vom Heute, sondern vom Ende her denken, so wie es Hermann Hesse (1914) angesichts des Ersten Weltkrieges gefühlt haben mag:

„Was sollte da nach dem Kriege werden, in jener Zeit, vor der wir alle schon ein wenig bangen, wo Reisen und geistiger Austausch zwischen den Völkern darniederliegen werden? Und wer soll dazu beitragen und daran arbeiten, daß es wieder anders wird, daß man sich wieder versteht, wieder anerkennt, wieder voneinander lernt – wer soll das tun, wenn nicht wir, die wir am Schreibtisch sitzen und unsere Brüder im Felde stehen wissen? Ehre jedem, der mitkämpft, mit Blut und Leben, auf dem Schlachtfeld unter den Granaten! Uns andern, die es mit der Heimat gut meinen und an der Zukunft nicht verzweifeln wollen, uns ist die Aufgabe geworden, ein Stück Frieden zu erhalten, Brücken zu schlagen, Wege zu suchen, aber nicht mit dreinzuhauen (mit der Feder!) und die Fundamente für die Zukunft Europas noch mehr zu erschüttern.“ (Hermann Hesse, „O Freunde, nicht diese Töne!“ (Neue Zürcher Zeitung, 03.11.1914, S. 1-2)

In diesem Krieg müssen wir unterstützende Nationen vor allem behutsam vorgehen. Wir dürfen uns nicht von Selenskyj’s durchaus verständlichen Forderungen, z.B. nach mehr Feuerkraft eines Leopard II, verleiten lassen, sondern müssen bei jedem Schritt den Krieg vom Ende her denken – wie dieser Bundeskanzler Scholz, der vielleicht auch Hermann Hesse gelesen hat.

Jörg H. Trauboth, Oberst a.D. (17.12.2022)

www.trauboth-autor.de

Analysen 2020

11-20 Deutschland in Phase 2 der Covid-19 Krise hier >>>

3-20 Jörg H. Trauboth zum aktuellen Corona-Krisenmanagement

Was läuft gut, was schlecht? Wie lange hält Deutschland den Shut Down aus?

Fragen IKZ an Trauboth in Zeiten von Corona

Analysen 2019

1-19 Angst und Angstbewältigung

Ein Vortrag vor angehenden Abiturienten des Georg Kerschensteiner Berufskolleg im Haus der Geschichte anläßlich der Ausstellung. Angst eine deutsche Gefühlslage?

Der Vortrag (ohne Charts)  hier…

Analysen 2018

(2-18) Das Schweigen zu Idlib

Eine Analyse zur bevorstehenden Tragödie  hier … 

 

(1-18) – Deutschland und die Welt – Eine Diskussion in der IKZ

Analysen 2017

(7-17) Eine neue Sicherheitsarchitektur für Deutschland

Viele reden vom Versagen des Föderalismus im Anti-Terrorkampf. Hier ist ein ganzheitlicher Vorschlag.

Referat und Charts des Vortrages am 28.9.2017 auf dem Bundeskongress des Behörden Spiegel in Wolfsburg.

Verwendung außerhalb des persönlichen Gebrauchs nur mit vorhergehender Genehmigung  des Autors .

(6-17) Die Bundeswehr im Strömungsabriss

1988 gedreht – 2017 kommentiert. Eine politische Retrospektive aus einem Tornado-Cockpit. Das Video …

(5-17) Präsentation J.H.T auf dem Aussenwirtschaftstag Sachsen-Anhalt 30.04.2017 in Dessau

Trump – Brexit – Angst: Die Krise auch für den Aussenhandel als Chance.

 

Sehen Sie die Tagungsphotos  (Quelle: Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt) hier …

(Charts auf Anfrage an den Autor)

(4-17) Impulsvortrag J.H.T auf ITB 8. März 2017 um 15.00 Uhr.

Ist der Tourismus durch die aktuellen globalen Entwicklungen in seiner Existenz gefährdet? J.H.T. meint, nein, sofern 2 Bedingungen erfüllt sind.

Präsentation der Charts auf Anfrage  

Das Video der gesamten Session hier…

(3/17) Terror – Tourismus – Luftverkehr

Eine Studentin im Lehrfach „Tourismusmanagement“ befragt Jörg H. Trauboth als Experte. Die Antworten spannen einen weiten Bogen bis hin zu den Grundpfeilern einer neuen Sicherheitsarchitektur. Lesen Sie hier …

(2/17) Vorschlag für eine neue Sicherheitsarchitektur – Charité  27.01.17

Warum konnten Terroristen wie Ansi Amri deutsche Sicherheitsstrukturen überwinden? Welche sind die Lehren? Warum ist die föderalistische Struktur im Kampf gegen den Terror ein Problem? Jörg H. Trauboth erläutert in den 12. Berliner Psychiatrietagen in der Berliner Charité die Strukturen für eine neue Sicherheitsarchitektur in Deutschland und Europa und geht dabei deutlich über den Vorschlag von Thomas de Maizière hinaus. Sehen Sie die Kurzfassung  (die Charts auf Anfrage an den Autor).

(1/17) Krisenmanagement im Unternehmen – So funktioniert es

Jörg H. Trauboth diskutiert am 24.01.2017 mit Prof. Dr. Winand Dittrich in der FOM Hochschule Frankfurt über erfolgreiches Krisenmanagement. Die Hot Spots:

  • Was kennzeichnet in der globalisierten Welt zukünftig das Gefährdungsbild für Unternehmen und Einzelpersonen ?
  • Welche Entscheidungshilfen kann es für alle Entscheider in Unternehmen, Organisationen, Behörden, medizinischen Einrichtungen und Schulen geben?
  • Können in der Wirtschaft militärische (Führungs-) Prinzipien umgesetzt werden? Wenn ja, wie?
  • Wie sieht das präventive Gerüst zum Management einer Krise und das konkrete Managementverhalten am Beispiel produktbezogenen Krisen sowie bei Geiselnahme und Entführung im In-und Ausland aus?
  • Welche Rolle spielt die Krisenkommunikation in der Vermeidung und Bewältigung von Krisen?

Analysen 2016

(8/16) „Terror“ – Schauspiel von Ferdinand von Schirach

Kritik eines ehemaligen Luftwaffenoffiziers: Hier…

 

(7/16) Bachelor Arbeit Steven Moser: Gewalt des Terrorismus

Steven Moser, Student im Fach Sozialwissenschaften, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Philosophie der Philipp-Universität Marburg, hat sich in seiner Bachelorarbeit mit dem Terror auseinandergesetzt. Ich stand ihm dabei als Experte zur Verfügung. Hier der Abdruck der Arbeit mit freundlicher Genehmigung des Autors, dem ich zu seinem Erfolg herzlich gratuliere.

(6/16) DIE 6 GROSSEN GEFAHREN FÜR UNSERE SICHERHEIT

Jörg H. Trauboth anläßlich des  Campus Symposiums 2016. 

 

Programm Campus Symposium...

(5/16) Terroranschlag in Nizza-Lessons learned

Eine einzelne Person tötete mit geringem logistischen Aufwand 84 Menschen, 188 sind verletzt 48 in Lebensgefahr, viele Menschen sind traumatisiert. Der Schock sitzt tief.

Trotzdem ist zu klären, ob diese Amokfahrt, sei sie islamistisch motiviert oder nicht, hätte vermieden werden können. Lesen Sie weiter...

(4/16) 29.04.2016 Deutschland nach dem ersten Terroranschlag

Eine Analyse über die Versäumnisse

(3/16) 24.04.2016 Tourismus und Sicherheit – ein Paradigmenwechsel ist dringend angesagt

Eine ziemlich kritische Analyse

Nachtrag 25.04.: Die Türkei versucht, mit Schnäppchenpreisen die leeren Hotels aufzufüllen. Die Tourismusindustrie scheint begeistert. Doch der Bürger (s. Stand aktuelle Umfrage vom 24.04.16) sieht das offensichtlich anders. Der richtige Weg heisst, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, doch das gelingt nicht ohne adäquate Sicherheitsmaßnahmen.

(2/16) 09.02.2016 Der Syrienkonflikt ist lösbar…

Saudi – Arabien könnte eine Schlüsselrolle übernehmen. Analyse

(1/16) 25.01.2016 Ohne Masterplan auf Schleuderkurs

Ein Denkanstoß…

Analysen 2015

Analysen 2015

(7/15) 09.12.2015 Bundeswehreinsatz gegen den IS – Quo vadis Deutschland?

Klartext im Sicherheitsmelder des Richard Boorberg Verlages. Soldaten gegen den IS. Eine Kurzanalyse von Jörg H. Trauboth

(6/15) 04.12.2015  Soldaten gegen den IS

Analyse

(5/15) 03.12.2015 Halbherzig in den Kampf

Ein 7 Punkte-Plan gegen den IS

(4/15) 30.11.2015 Dem Tornado-Einsatz einen politischen und militärischen Sinn geben

Gedanken eines ehemaligen Tornado-Fliegers

(3/15) 24.11.2015 So könnte ISIS geschlagen werden

Analyse

(2/15) 14.11.2015 Am Tag nach Paris

Analyse

Karte: Wikipedia

(1/15) 24.09.2015 Ohne Bodentruppen keine Lösung

Analyse

Mögliche Koalitionen und Aufzugsgebiete (Karte Trauboth)